September 5, 2017 Goellner

Zeitungsartikel zum durch die Architekturbüro Göllner GmbH erstellten Kosten- und Nutzungskonzept.

 

Hattersheim. 

Immer noch eines der wichtigsten Themen für die Hattersheimer ist die geplante Revitalisierung der derzeit noch geschlossenen Stadthalle am Karl-Eckel-Weg. Das denkmalgeschützte Gebäude ist sanierungsbedürftig. Die Stadt musste den Veranstaltungsort im März 2014 wegen Mängeln beim Brandschutz schließen. Zwischenzeitlich diente die Stadthalle noch als Flüchtlingsunterkunft. Ganz aufgeben wollten die Politiker den Veranstaltungssaal und die dazugehörige Gaststätte aber nicht und fassten einen entsprechenden Beschluss zur Revitalisierung.

Was kostet die Sanierung?

Über die Höhe der Kosten für die notwendigen Arbeiten zur Wiederherstellung gab es bisher verschiedene Angaben sowie ein Gutachten. Keine Einigkeit gab es bei den Kommunalpolitikern, wie die Halle wieder einer ständigen Nutzung zugeführt werden sollte. Die SPD-Fraktion hatte zur jüngsten Stadtverordnetenversammlung einen Antrag gestellt, der sich mit dem Nutzungskonzept der Stadthalle beschäftigte.

In der Presse sei bereits zu lesen gewesen, dass die ersten Baumaßnahmen in der Stadthalle noch für dieses Jahr geplant sind, erklärten die Sozialdemokraten. Die SPD-Fraktion wollte dazu Details wissen und formulierten in ihrem Antrag ihre Befürchtungen: „Um spätere Mehrkosten und Fehlinvestitionen zu vermeiden, sollten alle Baumaßnahmen von Beginn an auf einem durchdachten Nutzungskonzept basieren. Ein solches Nutzungskonzept wurde zwar versprochen, existiert bislang aber nicht. Daher wird der Magistrat aufgefordert, unverzüglich ein Nutzungskonzept für die Stadthalle vorzulegen, damit die Sanierungsmaßnahmen nicht verzögert werden, oder später Mehrkosten entstehen.“

Über den Antrag wurde im Umwelt-, Bau- und Verkehrsausschuss gesprochen. Dabei stellte sich heraus, dass der jetzige SPD-Antrag auf einer Anfrage der Sozialdemokraten im Februar fußt, die bereits vom Magistrat beantwortet wurde. Demnach soll das Nutzungskonzept für die Stadthalle voraussichtlich im vierten Quartal diesen Jahres vorgelegt werden. Nach dieser Information der Verwaltung zog die SPD-Fraktion nun ihren neuen Antrag zurück.

Spenden und Zuschüsse

In den vergangenen Monaten war klar gewesen, dass die Kommune alleine die Kosten für die Sanierung nicht stemmen kann. So kam der Stadt eine Großspende des Eddersheimers Gerd Herbert gerade recht, der 500 000 Euro für die Sanierung des Gebäudes spendete. Die Stadt für Baumaßnahmen zudem 2,2 Millionen Euro aus des kommunalen Investitionsprogramms „KIP“ (das Kreisblatt berichtete). Der größte Anteil dieser Fördersumme soll die energetische Sanierung der Stadthalle ermöglichen. 1,9 Millionen Euro stehen für dieses Projekt zur Verfügung.

Auf der Liste der dringendsten Arbeiten stehen die Dämmung, die Dachabdichtung sowie die Beleuchtung im Saal. Alle notwendigen Gutachten für Brandschutz und Statik seien erstellt worden, hatte Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) schon vor einigen Wochen erklärt. Die Finanzspritze aus dem Programm setzt aber eine Frist bis zur Fertigstellung der Arbeiten. Diese ist auf den 31. Dezember 2020 festgelegt. Das Ziel der Verwaltung ist es aber, die Wiedereröffnung der Stadthalle bereits im Jahr 2019 zu erreichen.

 

Quelle: http://www.kreisblatt.de/lokales/main-taunus-kreis/Nutzungskonzept-noch-vor-Jahresende;art676,2758282